Die Ortschaft Schönau v.d.W. zählt 962 (Stand 2020) Einwohner und hat eine sehr gute Infrastruktur.
Mit Ärztepraxis für Allgemeinmedizin, Dienstleistungen wie Frisör, Physiotherapie, Einkaufmarkt, Poststelle und weitere Verkaufseinrichtungen sowie dem Kindergarten "Villa Kunterbunt" ist die Ortschaft gut aufgestellt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 hat sich die wirtschaftliche Situation in der Gemeinde stark verändert. Einst durch Landwirtschaft und Fremdenverkehr geprägt, entwickelte sich die Gemeinde in rasanter Geschwindigkeit zu einer Gewerbe- und Dienstleistungsgemeinde. Durch die Erschließung des Gewebegebietes im Jahr 1991 und Umnutzung eines ehemaligen Landwirtschaftsbetriebes entstanden in kurzer Zeit eine Vielzahl kleinerer und größerer Unternehmen mit über einer wachsenden Anzahl an Arbeitsplätzen. Sowohl für produzierendes Gewerbe, als auch für Dienstleister bietet die gute Verkehrsanbildung zur Autobahn A4 und die allgemeine regionale Lage einen attraktiven Standort.

Das neu entstandene Wohnbaugebiet für "Am Kirchstieg" motivierte besonders junge Familien sich hier anzusiedeln.
Schönau ist ein Ort zum Wohlfühlen, mit seinen kleinen Gassen mit renovierten Häusern, intakten Straßen und Wegen - ob entlang der "Wilden Leina", oder entlang dem "Leinakanal". Aber auch herrliche Täler und Höhenzüge laden zum Wandern und zum Verweilen auf einer der vielen Ruhebänke in und um den Ort ein.

Wie alt der Ort ist, kann niemand genau sagen. In der Gründungsurkunde des Klosters Asolveroth auf dem St. Georgsberg bei Altenbergen aus dem Jahre 1143 wird "Sconowe" das erste Mal schriftlich erwähnt.
Bis zum Bauernkrieg 1525, in dessen Folge die Klöster Georgenthal und Reinhardsbrunn aufgelöst wurden, zählte Schönau zum Besitz des Zisterzienserklosters Georgenthal.

1787 wurde der bekannteste Schönauer geboren: Christian Ludwig Brehm, der spätere "Vogelpastor" und Vater des bekannten Zoologen Alfred Brehm.

Die 1847 erbaute Bahnstrecke "Georgenthal- Fröttstädt" war seinerzeit eine bedeutungsvolle Verkehrsanbindung für den Ort.

Von jeher waren die Schönauer ein fleißiges Völkchen. Leineweber, Fuhrleute, Sieb- und Korbmacher verdienten hier ihr Brot. Besonders das Korbmacherhandwerk machte Schönau über seine Grenzen hinaus bekannt. 1958 gab es in Schönau 40 Korbmachermeister.

1956 begann in der Landwirtschaft der Anfang einer genossenschaftlichen Kälberaufzucht und 1958 schlossen sich 9 Betriebe zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft zusammen. Im Frühjahr 1960 leitete der sogenannte "sozialistische Frühling" zwangsweise die vollgenossenschaftliche Nutzung der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ein (101 Betriebe).

Nicht zuletzt das Anfang der 50-er Jahre erbaute Waldschwimmbad machten den Ort für "Urlauber" attraktiv, die ab 1955 nach Schönau v .d. W. reisten und die Entwicklung zu einem beliebten Erholungsort einleuteten.

Nach der politischen Wende im Jahr 1989 galt der völlig zusammengebrochenen Wirtschaft das Hauptaugenmerk. 1991 konnte mit der Erschließung des Gewebegebietes "In der Mittelaue" begonnen werden und 1994/96 folgte die Erschließung des Wohngebietes "Am Kirchstieg". Im gleichen Zeitraum wurde die Umgehungsstraße - Verbindung Gothaer Straße in Richtung Ernstroda neu gebaut. Danach erfolgte die Sanierung der Gothaer- und Georgenthaler Straße einschließlich der Neuverlegung der Wasser-, Abwasser-, Gas-, Elektro- und Telekomleitungen.

All dies waren wichtige Voraussetzungen um den Ort attraktiv und lebenswert zu gestalten.

Seit dem 1. Januar 2020 gehört die Ortschaft Schönau v.d.W. zur Landgemeinde Georgenthal.

 

Lage und Fakten

Großer Ort mit guter Infrastruktur

Schönau v.d.W. gehört naturräumlich zum nördlichen Randbereich des mittleren Thüringer Waldes und wird geprägt durch die Übergangszone des bergigen Thüringer Waldes zum hügligen bis flachen Bereich des Thüringer Beckens.

 

Einwohnerzahl: 962
Höhenmeter: 361 m ü. NHN
Postleitzahl: 99887
Telefonvorwahl:   036253